Verbrenner-Aus wird angepasst, Weg frei für grünen Stahl
Die EU-Kommission öffnet den Weg für mehr Flexibilität beim sogenannten Verbrenner-Aus – und greift damit zentrale Forderungen von Anke Rehlinger auf.
Nun soll der Hybrid auch nach 2035 eine Rolle spielen. Davon profitieren insbesondere Zulieferer wie ZF.
Zugleich rückt die Gesamtbilanz von Fahrzeugen stärker in den Fokus. Ein wichtiger Hebel: der Einsatz von grünem Stahl etwa aus dem Saarland im Autobau. Letzteres hatte Rehlinger erst vor Kurzem zusammen mit anderen Regierungschefs eingefordert.
„Die Auto-Industrie bekommt etwas Zeit. Das ‚Verbrenner-Aus‘ wird weiter geöffnet – unter anderem für den Hybrid. Gut für das Saarland!“, erklärte Rehlinger. Die Vorschläge aus Brüssel seien „gut für die saarländische Wirtschaft“ und „aus dem Saarland heraus mitgeprägt“ worden. Die EU-Kommission habe damit „weitgehend die Haltung der Bundesregierung übernommen“, die von Gewerkschaften und SPD getragen sei. Dafür dankte Rehlinger ausdrücklich „allen, die daran mitgewirkt haben – insbesondere Friedrich Merz und Lars Klingbeil“.
Für das Saarland bedeutet der Kurswechsel vor allem Entlastung für Industrie und Zulieferer. „Die Klimaziele werden für die Industrie realistischer, das gibt dem Standort Saarland etwas Luft zum Atmen“, so Rehlinger. Gleichzeitig macht die Ministerpräsidentin klar: Der politische Spielraum ist kein Freifahrtschein. „Die Industrie muss diese Chance jetzt auch nutzen und deutsche Standorte und Arbeitsplätze möglichst erhalten“, sagte sie.
Langfristig bleibe der Kurs eindeutig: „Die Zukunft des PKW-Massenmarktes gehört dem E-Auto.“ Deutschlands Industrie müsse aufholen und international wettbewerbsfähiger werden.